Shopmanager auf der “grünen Wiese”

Ich glaube, jeder, der schon einmal als Shopmanager eines Webshops gearbeitet hat, träumt davon, mal komplett von Null anzufangen und “seinen” Shop von der Idee über den Businessplan und die Domainregistrierung selbst aufzubauen und dann zum Fliegen zu bringen.

Anfang Januar war die Gelegenheit. Statt einfach wieder die eigene Arbeitskraft anderen Leuten zur Verfügung zu stellen, beschlossen wir, einfach mal eine relativ unspektakuläre eCommerce-Initiate aus dem Boden zu stampfen, um zu sehen und zu lernen, was mit den heutigen Mitteln und Tools im Web alles geht.

Am Anfang stand natürlich das Sortiment. Dabei war klar, dass wir etwas verkaufen wollten, was folgenden Kriterien genügt:

- Warenkorbgrösse > 100 €
- ausreichend grosse Handelsspanne
- grosser Markt
- geringe Retourenquote
- geringer Lagerplatzbedarf bzw.
- Dropshipping-Möglichkeit

Nach etwas Brainstorming und Research im Web war das Sortiment schnell gefunden: Armbanduhren.
Erfüllt alle Vorraussetzungen oben, ok, die Konkurrenz ist gewaltig, aber wir wollen auch nicht Christ oder Uhren-Zalando werden, sondern uns einfach nur ein kleines Stückchen aus dem Riesen-Kuchen herausschneiden. Und 25 Mio. Suchanfragen pro Monat auf die entsprechenden Keywords bei Google sprechen hier eine deutliche Sprache.

Ein Name war schnell gefunden, bzw. existierte dieser bereits in Form einer uralten Domainregstrierung: Uhrmensch.com schien irgendwie tauglich für die Sache. Uhrmensch.de wäre allerdings für Deutschland noch besser.  Diese Domain (immerhin 11 Jahre alt) gab es glücklicherweise zum Schnäppchenpreis zu kaufen.

Nächster Punkt auf der Liste war das Sourcing. Grosshändler für Uhren gibt es eine ganze Reihe, Dropshipping (siehe oben) machen ganz wenige. Viel schlimmer ist allerdings, dass so gut wie keiner dieser Händler Webshop-fähige Produktdaten liefern kann (oder will).
Das schränkte also den Lieferanten-Kreis auf genau einen (1) ein, wobei das Sortiment ganz ok ist.

Nun die eigentliche Verkaufsmaschine, der Webshop. Es sollte etwas gehostetes sein, keine Lizenzkosten erfordern, sondern entweder per Monatsgebühr oder per Transaktionsgebühr bezahlt werden. Und natürlich wollten wir gern an die Feature-Liste in unserem Kopf möglichst viele Haken machen. Fündig geworden sind wir bei der Firma ePages deren System u.a. beim WebHoster Strato zu mieten ist.

Aufgesetzt war der Shop in wenigen Minuten. Etwas Zeit haben wir uns allerdings für das Design genommen, da die angebotenen Standard-Designs leider etwas “verstaubt” wirken, da aber die Möglichkeit besteht, per CSS stark einzugreifen, war dies kein grösseres Problem.

Zu einem Webshop gehören natürlich auch Bezahlmöglichkeiten und auch hier hat die ePages-Software sehr angenehm überrascht, denn es gab keine zur Zeit gängige Zahlmethode, die nicht bereits integriert war und nur noch konfiguriert werden musste. Wir haben uns im ersten Schritt entschlossen, nur die sicheren Zahlmethoden, wie PayPal und Sofortüberweisung zu verwenden. Rechnungsbestellung wäre über Klarna oder Billsafe gegangen.

Natürlich denkt man als Shopmanager auch sehr schnell daran, wie und wo man denn die Ware dann anbieten / verkaufen möchte.
Neben dem eigenen Shop kommen da die grossen Marktplätze wie Amazon und eBay in Frage bzw. Produktportale wie Google-ProductSearch, Idealo usw.

Dabei war es eine grosse Überraschung und Freude, dass die Shop-Software alle diese Anbindungen bereits hatte. Einfach nur bei den Portalen registrieren, die jeweiligen Anmelde-Daten im Backoffice eintragen und fertig.

Desweiteren hat natürlich jeder gute Webshop heute eine Facebook-Seite, so auch unserer.

Nach nur knapp 4 Wochen intensiver Arbeit stand “unser Baby” im Netz und bietet jetzt hochwertige Armbanduhren von Marken wie Dolce & GabbanaGuessArmaniEsprit und vielen anderen.

Verfasst von Claus Fahlbusch (webionate GmbH)

 

 

 

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