Pragmatischer Fulfillment-Prozess für Marken-Hersteller

In letzter Zeit draengen immer mehr Markenhersteller in den B2C eCommerce Markt, wollen also selbst Händler werden. Neben den üblichen Problemen, überhaupt eine Positionierung im Markt zu finden, ohne den eigenen Channel vor den Kopf zu stossen, gibt es auch auf bei den Fulfillment-Prozessen durchaus Herausforderungen, besonders dann, wenn man nicht mit einem 7-stelligen Budget den Markteintritt wagt. Man hört dann meistens solche Sätze: “Klar, eCommerce wollen wir auch machen, aber profitabel soll die Sache spätestens im 2. Jahr sein.”.  Da das nötige Know-How im eigenen Haus meist fehlt, findet man einen Fullservice-eCommerce Anbieter, der die Arbeit vom Online-Marketing über den Webshop bis zum Versand der Ware und der dazu gehörigen Buchhaltung übernimmt. Spätestens beim ersten Angebot des Fullservice-Diensteisters wird schnell, klar: Viel zu teuer. Während man Kostenblöcke wie Online-Marketing und Webshop noch zu grossen Teilen in den Bereich der variablen Kosten schieben geht, geht das mit der Lagerhaltung -und dem Management nicht, den Lagerfläche, Ein-und Auslagerungen etc. kosten Geld, ohne dass dadurch direkt Umsatz entsteht. Bei nicht wenigen Herstellern würde allein die Lagerhaltung des Sortiments jährlich einen grossen 5-stelligen Betrag kosten. Viele Hersteller wären aber durchaus in der Lage, die Lagerung und das Versenden selbst zu übernehmen, die Voraussetzungen sind durch das eigene B2B-Geschäft vorhanden. Womit man sich schwer tut, ist, eine Endkundenbeziehung in den eigenen Systemen buchalterisch darzustellen. Einen interessanten Ansatz liefert hier die Firma Intershop mit ihrem Fullservice-Angebot. Anstelle der kompletten Auslagerung aller Prozesse behält man den Hersteller im Boot, er verschickt die Ware aus dem eigenen Lager und spart somit nicht nur die Kosten für die externe Lagerhaltung, sondern i.d.R. auch die Prozesskosten für den Versand, da die Versand-Kapazität bei den meisten Herstellern in der Start-up-Phase der eCommerce-Initiative absolut ausreicht. Plus der Hersteller ist natürlichen an “seinen” Produkten viel näher dran, als das jeder Versandlogistiker sein kann, sprich gerade in der Phase, wo es darauf ankommt, sich einen guten Namen im Netz zu machen, kann man hier mit perfektem und teilweise hochindividuellem Kundenservice punkten. Ein schönes Beispiel dafür ist der Online-Shop der Firma Gerhard Rösch GmbH aus Tübingen, der unter der Adresse http://www.die-reine-wohlfuehlkunst.de im Netz zu finden ist. Im Folgenden sind die Waren- und Zahlungsflüsse sowie die Schnittstellen dargestellt:

Schnittstellen:

Schnittstellen

Warenfluss:

Warenfluss

 

 

Zahlungsströme:

 

Zahlungsstroeme Fulfillment-Prozess

 

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, diese Prozesse sehr schnell und einfach an Marktplätze wie Amazon anzubinden und sich so mit sehr geringen Kosten eine große Reichweite zu erzielen.

 

 

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