Die virale Lavine

Ein Thema, was jeden Shopmanager beschäftigt bzw. beschäftigen sollte, ist, wie bekommt der eigene Shop möglichst schnell eine höhere Reichweite, also mehr Besucher.

Dabei denkt man natürlich als erstes an die bekannten und beliebten OM-Methoden wie SEA und Affiliate Programme.

Doch das stürmische Wachstum der sozialen Netzwerke, allen voran Facebook, eröffnet für das Online Marketing neue und sehr effiziente Möglichkeiten , das eigene Angebot schnell einer grossen Anzahl von potenziellen Kunden zur Verfügung zu stellen.

Natürlich wird es nicht allein helfen, den Link auf sein Angebot an die eigene (Firmenfanpage-) Pinwand zu heften oder mit den eigenen (Facebook-) Freunden zu teilen, die Anzahl wird bei den meisten Fanpages noch überschaubar sein.

Erfolg versprechender ist da sicherlich eine “virale” Lavine.
Was man dazu braucht, ist sicherlich ein Element (Werbemittel), was es wert ist zu teilen, aber noch wichtiger ein (am besten) monetärer Anreiz, das Werbemittel zu verteilen.

Der neue Dienst Shareifyoulike hat sicher dieser Thematik angenommen.
Jeder, der auf einem seiner “Channels” (z.B. Facebook-Seite, eigene Webseite, Blog etc.) ein Werbemittel “teilt”, bekommt bei jedem Klick auf das Werbemittel i.d.R. 3 cent plus einen Sockelbetrag (0,6 – 0,8 €) auf sein Konto gutgeschrieben. Meistens sind die Werbemittel lustige kleine Filmchen, in denen die Werbebotschaft verpackt ist und die, wenn unter Freunden ge-bzw. verteilt auch nicht zu “aufdringlich” wirken.

Ein gutes Geschäft für alle Beteiligten, der Advertiser bekommt (offensichtlich) sehr günstigen Traffic verglichen mit anderen Möglichkeiten des Traffic-Kaufs. Shareifyoulike wird sich sich sicher ein Stück vom Kuchen in Form einer Provision abschneiden und der Publisher verdient an jedem Klick auf das Werbemittel innerhalb seines Netzwerks.

Auf diese Weise lässt sich schnell eine virale Lavine lostreten und grosse Aufmerksamkeit erziehlen. Für Branding-Kampagnen sicherlich ein gutes Mittel.

Hier zwei Bespiele aus dem aktuellen Advertiser-Portfolio von Shareifyoulike:

1) Kampagne in einer Sache



2) Kampagne für BeBe

3) Mark Foster

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Shopmanager auf der “grünen Wiese”

Ich glaube, jeder, der schon einmal als Shopmanager eines Webshops gearbeitet hat, träumt davon, mal komplett von Null anzufangen und “seinen” Shop von der Idee über den Businessplan und die Domainregistrierung selbst aufzubauen und dann zum Fliegen zu bringen.

Anfang Januar war die Gelegenheit. Statt einfach wieder die eigene Arbeitskraft anderen Leuten zur Verfügung zu stellen, beschlossen wir, einfach mal eine relativ unspektakuläre eCommerce-Initiate aus dem Boden zu stampfen, um zu sehen und zu lernen, was mit den heutigen Mitteln und Tools im Web alles geht.

Am Anfang stand natürlich das Sortiment. Dabei war klar, dass wir etwas verkaufen wollten, was folgenden Kriterien genügt:

- Warenkorbgrösse > 100 €
- ausreichend grosse Handelsspanne
- grosser Markt
- geringe Retourenquote
- geringer Lagerplatzbedarf bzw.
- Dropshipping-Möglichkeit

Nach etwas Brainstorming und Research im Web war das Sortiment schnell gefunden: Armbanduhren.
Erfüllt alle Vorraussetzungen oben, ok, die Konkurrenz ist gewaltig, aber wir wollen auch nicht Christ oder Uhren-Zalando werden, sondern uns einfach nur ein kleines Stückchen aus dem Riesen-Kuchen herausschneiden. Und 25 Mio. Suchanfragen pro Monat auf die entsprechenden Keywords bei Google sprechen hier eine deutliche Sprache.

Ein Name war schnell gefunden, bzw. existierte dieser bereits in Form einer uralten Domainregstrierung: Uhrmensch.com schien irgendwie tauglich für die Sache. Uhrmensch.de wäre allerdings für Deutschland noch besser.  Diese Domain (immerhin 11 Jahre alt) gab es glücklicherweise zum Schnäppchenpreis zu kaufen.

Nächster Punkt auf der Liste war das Sourcing. Grosshändler für Uhren gibt es eine ganze Reihe, Dropshipping (siehe oben) machen ganz wenige. Viel schlimmer ist allerdings, dass so gut wie keiner dieser Händler Webshop-fähige Produktdaten liefern kann (oder will).
Das schränkte also den Lieferanten-Kreis auf genau einen (1) ein, wobei das Sortiment ganz ok ist.

Nun die eigentliche Verkaufsmaschine, der Webshop. Es sollte etwas gehostetes sein, keine Lizenzkosten erfordern, sondern entweder per Monatsgebühr oder per Transaktionsgebühr bezahlt werden. Und natürlich wollten wir gern an die Feature-Liste in unserem Kopf möglichst viele Haken machen. Fündig geworden sind wir bei der Firma ePages deren System u.a. beim WebHoster Strato zu mieten ist.

Aufgesetzt war der Shop in wenigen Minuten. Etwas Zeit haben wir uns allerdings für das Design genommen, da die angebotenen Standard-Designs leider etwas “verstaubt” wirken, da aber die Möglichkeit besteht, per CSS stark einzugreifen, war dies kein grösseres Problem.

Zu einem Webshop gehören natürlich auch Bezahlmöglichkeiten und auch hier hat die ePages-Software sehr angenehm überrascht, denn es gab keine zur Zeit gängige Zahlmethode, die nicht bereits integriert war und nur noch konfiguriert werden musste. Wir haben uns im ersten Schritt entschlossen, nur die sicheren Zahlmethoden, wie PayPal und Sofortüberweisung zu verwenden. Rechnungsbestellung wäre über Klarna oder Billsafe gegangen.

Natürlich denkt man als Shopmanager auch sehr schnell daran, wie und wo man denn die Ware dann anbieten / verkaufen möchte.
Neben dem eigenen Shop kommen da die grossen Marktplätze wie Amazon und eBay in Frage bzw. Produktportale wie Google-ProductSearch, Idealo usw.

Dabei war es eine grosse Überraschung und Freude, dass die Shop-Software alle diese Anbindungen bereits hatte. Einfach nur bei den Portalen registrieren, die jeweiligen Anmelde-Daten im Backoffice eintragen und fertig.

Desweiteren hat natürlich jeder gute Webshop heute eine Facebook-Seite, so auch unserer.

Nach nur knapp 4 Wochen intensiver Arbeit stand “unser Baby” im Netz und bietet jetzt hochwertige Armbanduhren von Marken wie Dolce & GabbanaGuessArmaniEsprit und vielen anderen.

Verfasst von Claus Fahlbusch (webionate GmbH)

 

 

 

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Pragmatischer Fulfillment-Prozess für Marken-Hersteller

In letzter Zeit draengen immer mehr Markenhersteller in den B2C eCommerce Markt, wollen also selbst Händler werden. Neben den üblichen Problemen, überhaupt eine Positionierung im Markt zu finden, ohne den eigenen Channel vor den Kopf zu stossen, gibt es auch auf bei den Fulfillment-Prozessen durchaus Herausforderungen, besonders dann, wenn man nicht mit einem 7-stelligen Budget den Markteintritt wagt. Man hört dann meistens solche Sätze: “Klar, eCommerce wollen wir auch machen, aber profitabel soll die Sache spätestens im 2. Jahr sein.”.  Da das nötige Know-How im eigenen Haus meist fehlt, findet man einen Fullservice-eCommerce Anbieter, der die Arbeit vom Online-Marketing über den Webshop bis zum Versand der Ware und der dazu gehörigen Buchhaltung übernimmt. Spätestens beim ersten Angebot des Fullservice-Diensteisters wird schnell, klar: Viel zu teuer. Während man Kostenblöcke wie Online-Marketing und Webshop noch zu grossen Teilen in den Bereich der variablen Kosten schieben geht, geht das mit der Lagerhaltung -und dem Management nicht, den Lagerfläche, Ein-und Auslagerungen etc. kosten Geld, ohne dass dadurch direkt Umsatz entsteht. Bei nicht wenigen Herstellern würde allein die Lagerhaltung des Sortiments jährlich einen grossen 5-stelligen Betrag kosten. Viele Hersteller wären aber durchaus in der Lage, die Lagerung und das Versenden selbst zu übernehmen, die Voraussetzungen sind durch das eigene B2B-Geschäft vorhanden. Womit man sich schwer tut, ist, eine Endkundenbeziehung in den eigenen Systemen buchalterisch darzustellen. Einen interessanten Ansatz liefert hier die Firma Intershop mit ihrem Fullservice-Angebot. Anstelle der kompletten Auslagerung aller Prozesse behält man den Hersteller im Boot, er verschickt die Ware aus dem eigenen Lager und spart somit nicht nur die Kosten für die externe Lagerhaltung, sondern i.d.R. auch die Prozesskosten für den Versand, da die Versand-Kapazität bei den meisten Herstellern in der Start-up-Phase der eCommerce-Initiative absolut ausreicht. Plus der Hersteller ist natürlichen an “seinen” Produkten viel näher dran, als das jeder Versandlogistiker sein kann, sprich gerade in der Phase, wo es darauf ankommt, sich einen guten Namen im Netz zu machen, kann man hier mit perfektem und teilweise hochindividuellem Kundenservice punkten. Ein schönes Beispiel dafür ist der Online-Shop der Firma Gerhard Rösch GmbH aus Tübingen, der unter der Adresse http://www.die-reine-wohlfuehlkunst.de im Netz zu finden ist. Im Folgenden sind die Waren- und Zahlungsflüsse sowie die Schnittstellen dargestellt:

Schnittstellen:

Schnittstellen

Warenfluss:

Warenfluss

 

 

Zahlungsströme:

 

Zahlungsstroeme Fulfillment-Prozess

 

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, diese Prozesse sehr schnell und einfach an Marktplätze wie Amazon anzubinden und sich so mit sehr geringen Kosten eine große Reichweite zu erzielen.

 

 

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Der Shop Manager

Wenn dies das “Automechaniker-Blog” wäre, müsste ich nicht erst mit einer Begriffsklärung anfangen. So ein klassisches Berufsbild hat den Vorteil, dass sich jeder etwas darunter vorstellen kann. Der Nachteil ist allerdings, dass die verbreitete Vorstellung oft nicht mehr zum modernen Berufsbild passt.

Aber was ist und was macht ein “Shop Manager”? Und wen oder was meinen wir hier im Shop Manager Blog, wenn wir vom Shop Manager schreiben?

Die direkte Übersetzung wäre “Betriebsleiter” – den meinen wir hier nicht. Man hat sich ja in Deutschland inzwischen daran gewöhnt, dass englische Begriffe nicht immer wirklich aus dem englischen Sprachgebrauch stammen (kein Engländer oder Amerikaner kennt den Begriff “Handy”).

In den USA würde man unter Shop Manager vermutlich den Typen verstehen, der nachts an der Tankstelle hinter der Kasse steht. Über den schreiben wir hier auch nicht.

Laut Wikipedia (deutsche Ausgabe!) ist der Begriff Shop Manager synonym zum E-Commerce Manager, und dieser “verantwortet den gesamten E-Commerce-Auftritt eines Unternehmens”. Leider ist auch hier die Definition noch in der Diskussion, insbesondere wird kritisiert, dass sich der Inhalt des Artikels auf den Online-Bereich bezieht, was aus dem Begriff “Shop Manager” per se nicht abzuleiten ist.

Unser Shop Manager ist also ein E-Commerce-Manager, aber offenbar einer, der sich wirklich operativ um einen Online-Shop kümmert. Er verantwortet sämtliche Prozesse rund um den Online-Shop und ist für die Erreichung der Unternehmensziele in diesem Bereich verantwortlich. Und hier kommt auch schon der nächste Pferdefuß: in den wenigsten Unternehmen gibt es überhaupt eine Einzelperson, die wirklich alle Fäden selbst in der Hand hält. In großen Unternehmen ist es eine ganze Abteilung (unter der Leitung eines E-Commerce-Managers vielleicht). Bei kleinen Online-Shops werden einzelne Aufgaben von beauftragten Unternehmen übernommen, oder sie sind gar nicht relevant.

Es handelt sich also oft eher um eine Rolle als um eine konkrete Position. Ob diese Rolle nun von einer, von wenigen oder von vielen Personen gemeinsam ausgefüllt wird, soll uns hier egal sein. Jeder, der Teilaufgaben des Shop Managers übernimmt, soll sich im Shop Manager Blog wieder finden.

Die Aufgaben des Shop Managers sind vielfältig, und ständiges Lernen und Informieren sind unabdingbar, wenn man mit “seinem” Online-Shop Erfolg haben möchte. Vom Einkauf über die Sortimentsgestaltung zur Preisfindung; von der Werbung über die Conversion-Optimierung zum After Sales; von der Lagerung über die Kommissionierung zum Versand (und zur Retoure); von der Shop-Plattform über das Design zur User Experience.

Prozesse, Datenströme, Beziehungen, Technologien, Trends, Wettbewerb, Social Media, Personalführung, Debitorenmanagement, usw.

Der Shop Manager braucht eigentlich mehrere abgeschlossene Studiengänge und muss mindestens 10 Jahre Erfahrung mitbringen, um bestehen zu können. Und natürlich muss er dieses Blog lesen ;-)

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